
Unesco-Welterbe

Spätbronzzeitliche Siedlung auf dem Ürschhauser Horn im Nussbaumersee (Rekonstruktion)
Unesco-Weltkulturerbe
Die Seeufersiedlungen des Alpenraumes zählen zu den bedeutendsten archäologischen Kulturgütern Europas. Mit der Ernennung zum Unesco-Weltkulturerbe ist die Bedeutung dieses ausserordentlichen kulturellen Erbes ins Bewusstsein einer breiten Öffentlichkeit gerückt. Daneben wird der internationale Austausch von Wissen und Erfahrungen beim Schutz und der Präsentation der Pfahlbau-Fundstellen gefördert.
111 Pfahlbauten in den sechs Alpenländern Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz und Slowenien gehören zum Weltkulturerbe. Anfangs 2010 haben die einzelnen Staaten ihre Bewerbung dafür eingereicht. Im Thurgau gehörten ursprünglich dazu: Arbon-Bleiche, Ermatingen-West, Eschenz-Werd, Gachnang-Niederwil, Hüttwilen-Nussbaumersee und Mammern-Langhorn.
Der Entscheid der Unesco fiel am 27. Juni 2011. Die vier Stationen in Arbon, Eschenz, Gachnang und Hüttwilen sind seitdem Unesco-Weltkulturerbe.
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Der Palafittes Guide ist ihr ganz persönlicher Reiseführer zum Thema Pfahlbauer. An über 50 Standorten erzählen wir Ihnen, welche Schätze aus der Vergangenheit unter Ihren Füssen oder vor Ihnen im Seegrund schlummern, wie die Pfahlbauer früher hier gelebt haben und wie die Archäologie das Thema erforscht.
UNESCO Welterbe im Thurgau:
Arbon-Bleiche 2 und 3: ist namengebend für eine Kulturgruppe in der Frühbronzezeit und damit ein wichtiger Referenzkomplex. Grabungen von 1993 bis 1995 zeigen ausserdem, dass Arbon auch eine einphasige Siedlung mit hervorragenden Erhaltungsbedingungen in einer seltenen Zeitstellung (34. Jh. v. Chr.) aufweist.
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Eschenz-Werd: An dieser bevorzugten Siedlungsstelle seit dem Altpaläolithikum kamen auch neolithische bis spätbronzezeitliche Siedlungsreste und Gebrauchsgegenstände zum Vorschein. Die Insel Werd ist darum eine forschungsgeschichtlich wichtige Station. Das Pfahlfeld weist noch ein grosses Potential für Dendrodatierungen auf.
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Gachnang-Niederwil: Beim Torfabbau entdeckte man 1862 diese Siedlung im Egelsee. Die sehr gut erhalte Fundstelle mit mehreren Phasen der Pfyner Kultur, in der noch nahezu alles im Boden ist, wurde 1962-1963 grossenteils ausgegraben. Insbesondere die übereinander liegenden, gut erhaltenen Hausböden geben wichtige Aufschlüsse über die Architektur der Häuser. Auffallend die bereits vorhandenen Schmelztiegel für Metall.
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Hüttwilen-Nussbaumersee: Die Fundstelle am Nussbaumersee weist einige Meter mächtige Kulturschichtpakete mit mehreren Siedlungsphasen vor allem der Pfyner Kultur auf, die sehr gut erhalten sind. Auch eine Siedlung mit einer seltenen Zeitstellung (Spätbronzezeit [HaB3] und frühe Eisenzeit) ist sehr gut erhalten und beinhaltet ein grosses, wissenschaftliches Potential.
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Internationale Bodenseekonferenz «Sichtbarmachung und Vermittlung des Unesco-Welterbes im Gebiet der Internationalen Bodenseekonferenz»
Summary von Prehistoric Pile Dwellings around the Alps
Informationen zu Palafittes
Informationsbroschüre Pfahlbauten (Shop/Übriges)

Amt für Archäologie
Museum für Archäologie
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